header2

A+ A A-
  • Geschrieben von Webmaster

Spielleute Landeslehrgang 2005

Spielleute Landeslehrgang 2005
Der Weltraum.... unendliche Weiten.... Dies ist die Geschichte der D2, D3, C1 - Lehrgänge, Sternzeit A.D. 20.03.2005....

Die Lehrgänge mit ihren 49 Mann starken Besatzungen drangen in theoretisches Musikwissen am Nordkolleg Rendsburg vor, das kein Mensch je zuvor betreten hatte.

Außer:
- Handy-Janine
- Zwergtrommler Stefan
- Molkereiprodukt Björn
- Trommel-Guru Ulf
- Und
- Teufel in Seide Daniela.......

Episode I
Bei Eintreffen Chaos... die Zimmer waren noch nicht gereinigt. Nach vorlehrgänglichem gemütlichen Beisammensein im "Aquarium" wurden erste Phantasie, wer welches Zimmer bekommt (die Zimmerbelegung war vorher schon von Dani festgelegt worden) ausgetauscht.
Geplagt von Neugier machte sich das schwergewichtige dynamische Duo auf den Weg ins Anmeldebüro.
Nach Austausch des Tagesgrußes fragte die Empfangsdame: "Volker und Volker?"
Als Antwort darauf gab es tränenreiches Gelächter.
Die Schlüssel wurden schließlich in Empfang genommen und die Zimmer bezogen...
Schluss mit lustig: Der Terror beginnt. Zum leichten Angewöhnen mit einer Gesamtprobe....
Und die Schreckensnachricht: Unser Guru (kaum einer kannte ihn bislang) steht noch im Stau - man könnte ja auch einen Tag früher anreisen *fg*.
Nach dem Abendessen schwebte er ein....
Und alle weiblichen Wesen bekamen bei seinem Anblick leuchtende Augen... (Gedanke einer Lehrgangsteilnehmerin, die anonym bleiben möchte:" Man sieht der gut aus...") ... von den männlichen Teilnehmern kein Kommentar... obwohl....?!
Nach anfänglichem Beschnuppern fanden wir ihn dann doch recht sympathisch.
Aber weiter mit Terroretischem Grundwissen, hiernach ein erstes Zusammentreffen im Keller, angekündigt von Maurice: "Viertel vor Zehn im Keller!!!!" Und wir kamen diesem unmissverständlichem Befehl nach.
Wie gewöhnlich stellten wir uns gegenseitig vor und machten
erste rhythmische Übungen auf Spaßbasis.
Spannend verlief der alljährliche Große Preis von Rendsburg im Pferderennen. Unser Zwergtrommler gab das Tempo an und obwohl gottähnlich konnte er den physikalischen Gesetzen nicht trotzen und flog in der ersten Linskurve aus der Bahn.
Leider haben hiernach bereits viele Leute den Keller wieder verlassen, so dass letztlich nur der harte Kern bestehen konnte.

Episode II
Der darauffolgende Tag begann wie immer nach dem nicht freiwilligem Aufstehen mit einem Frühstück.
Geduld ist eine Tugend, daher durften wir uns an ekligem Theorieunterricht ergötzen (What the hell are Kadenzen???)
Die C1-Crew betrat dann Neuland: Probenarbeit..., gar nicht so einfach sich mit dem Taktstock nicht die Augen auszustechen.
Für die Schlagzeuger war das erste Zusammentreffen mit dem Guru eher deprimierend. Es begann mit - nach seiner Einschätzung - "einfachen Schlagübungen".
Irgendjemand sollte ihm mal erklären, dass wir in den Spielmannszügen die Wirbel nicht mit einer Hand spielen. Aber er ist ja Intelligent und hat es nach kurzer Zeit von alleine bemerkt.
Anschließend gab es die erste Probe am Zweitinstrument.
Wie der Guru sich bei den Flötisten gefühlt hat, vermag ich nicht zu erläutern.
Da aber der Großteil der Flötisten weiblichen Geschlechts ist, war sein Kommentar:
"Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt."
... seltsam aber so steht es geschrieben.
Unser Teufel in Seide hatte auf jeden Fall mit den Grobmotorikern des Schlafwerks ihre liebe Mühe.
Während der anschließenden Gehörbildung kam bei manchen die Erkenntnis, dass Q-Tipps doch recht brauchbare Gegenstände sein können.
Der hierauf folgende Kellerabend verlief dann eher lau.

Episode III
Nach verschlafenem Frühstück zur Abwechslung mal wieder Theorie.
Der Tag (unterrichtstechnisch betrachtet) ergab nichts neues.
Ab 21.30 Uhr gab es wieder ein gemütliches Kellerbeisammensein. Der Guru hatte sich soweit eingelebt, dass nun auch die unteren, nicht ganz jugendfreien Witzschubladen geöffnet wurden.
Schlagworte entstanden wie: Strumpfhose, rate noch mal, etc.
Jedoch hatte das Lackieren des Fingernagels des kleinen Fingers nicht die erhoffte Wirkung des Lehrgangsteilnehmers (vorzeitiges Bestehen der Prüfung).

Episode IV
Eine Eigenart der Rheinländer (Heimatland des Gurus) ist es, die Worte "gleich" und "eben" häufig zu verwenden, z. B.: "Ich zeig das mal eben.." oder "Ich spiel das gleich mal vor..."
In einem Zeitraum von 45 min. schaffte der Guru es, diese Worte 43 (in Worten: dreiundvierzig) mal in folgender Aufteilung:
Eben 25 mal
Gleich 18 mal
Auszusprechen.
Respekt von dieser Seite.
Nach dem Abendessen ein Lehrgangshighlight:
Gesamtprobe
Die C1er durften sich vor versammelter Mannschaft zum Affen machen - Bis in die Abendstunden haben wir uns dann gegenseitig entlaust-

Episode V
Zu Begin: Theorie (ätz) mittlerweile bemerkte man wieder parallelen zu anderen Lehrgängen. Man ging sich ein Wenig auf die Nerven, die Prüfungen kamen näher.
Der dunkle Lord wird uns alle erreichen.
Es begann nach dem Mittagessen.
Prüfung in Probenarbeit. Vorher musste jedoch die Prüfungskommission vervollständigt werden.
Allen letztjährlichen Lehrgagsteilnehmern noch in lebhafter Erinnerung: Barde Holger erschien (seine Laute hatte er glücklicher Weise zu Hause gelassen).
Schlagworte zu der Prüfung: Achselnässe, nervöse Zuckungen, mit dem Leben nicht vereinbare Verrenkungen.
Wie dem auch sei, die weiteren Prüfungen werden nicht lange auf sich warten lassen.

Episode VI
Bleiche Gesichter, Adrenalinausstöße, Tränen, Zickenalarm usw.
Was soll man zu den Prüfungen näher erläutern? E gibt Dinge im Leben, die man live erlebt haben muss, wie z. B., dass 49 (!!!) Leute beim letzten C1-Prüfling (Roland) auf dem Flur standen und ihn mit Standing Ovations begleiteten, nach dem er sein Schlagzeugsolo perfekt vorgetragen hatte.
Als Anhang noch ein paar Zitate des Gurus:
"Willkommen in meinem Satz"
"Ich geh mal kurz meine Python würgen"
"Nacht gut, Schlaft zusammen"
"Gsundi"
How ever
Ich werde auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder dabei sein (entweder zum C2 oder, wenn ich nicht bestanden habe, erneut D3 auf Trommel)
Denn das Ganze ist mir der Spaß wert!!!

  • Geschrieben von Webmaster

Kieler Nachrichten vom 13.03.2006: Landesjugendkorps hat den Ton getroffen

Kieler Nachrichten vom 13.03.2006

Landesjugendkorps hat den Ton getroffen

Mehr als ein Spielmannszug: 80 Spielleute aus 23 Vereinen gaben Konzert
Raisdorf – Es ist wieder da: das "Landesjugendkorps Schleswig-Holstein (LJK)". Mit einem furiosen "Festival der Filmmusik und Musicals", seinem ersten öffentlichen Auftritt seit 1998, stellte das größte Auswahlorchester Schleswig-Holsteins unter Leitung von Daniela Paulsen eines unter Beweis: Hier treffen sich die Besten ihres Genres.
Von Astrid Schmidt
Mit begeistertem Applaus bedachten die 550 Zuschauer am Sonnabend in der Raisdorfer "Uttoxeterhalle" die 80 Spielleute im Alter zischen 15 und 21 Jahren aus 23 Vereinen des ganzen Landes. Sie stimmten das Publikum mit dem Schleswig-Holstein-Lied ein und nahmen die Musikfreunde mit auf eine schwungvolle Reise quer durch alle Stilrichtungen. Eben noch feurig beim spanischen Walzer oder Paso doble in "Castillos en Espana", schon verspielt-orientalisch in "Theme from Caravans" von Mike Batt und gleich darauf zackig-dynamsich in "Gimlett", einer Originalkomposition für Spielleute. Das "Lummerlandlied" von Jim Knopf, "An irish Party" aus dem Film "Titanic" oder "Moskau" von Ralph Siegel bewiesen Vielfalt und musikalisches Können auf hohem Niveau. Möglich macht dieses breite Repertoire ein erweitertes Instrumentarium gegenüber dem klassischen Spielmannszug und neue moderne Literatur für das Spielmannswesen. So finden sich im Orchester auch Marimbaphone, Vibraphon, Schlagzeug, Röhrenglocken oder Pauken.
"Dies ist für mich ein ganz großer Tag", erklärte Dirigentin Daniela Paulsen, die glücklich und überaus zufrieden mit ihren Schützlingen war. Die Landesfachleiterin füe Spielleute hatte Ende 2004 das damals nur noch knapp 30 Miglieder starke Orchester übernommen. "Sie motivierte in kurzer Zeit mit viel Vehemenz junge begabte Spielleute und stellte mit intensiver Probenarbeit dieses Konzert auf die Beine", hob der stellvertretende Bundesmusikdirektor Holger Wallmann diese Leistung hervor. Einer ließ sich dieses Ereignis natürlich auch nicht nehmen: Erich Schütz, der 1985 als damaliger Landesfachleiter das LJK gegründet hatte. Bürgermeisterin Susanne Leyk bedankte sich beim ausrichtenden Spielmannszug des Raisdorfer TSV. Die nächste Herausforderung steht den jungen Musikern schon ins Haus: Sie werden Schleswig-Holstein beim Bundesmusikwettbewerb in Trossingen (Baden Würtemberg) vertreten.

  • Geschrieben von Webmaster

Probsteier Herold v. 17.03.06: Landesjugendkorps: von zackig-feurig bis verspielt orientalisch

Landesjugendkorps: von zackig-feurig bis verspielt-orientalisch
Kreis Plön
(asc)
Für Spielleute und ihre Förderer dürfte diese Botschaft von besonderem Interesse sein: Das "Landesjugendkorps Schleswig-Holstein" (LJK) ist wieder da, nach sechs Jahren Durststrecke ohne öffentlichen Auftritt glänzten rund 80 Musiker bei einem gelungenem "Festival der Filmmusik und Musicals" unter Leitung von Daniela Paulsen in der Raisdorfer Uttoxeterhalle. Für die Dirigentin und Landesfachleiterin für Spielleute war dies ein "großer Tag", ebenso wie für die rund 80 Spielleute im Alter zwischen 15 und 21 Jahren aus 23 Vereinen des ganzen Landes und den Gründer des Ensembles Erich Schütz.
Er hatte dieses größte Auswahlorchester Schleswig-Holsteins 1985 aus der Taufe gehoben. Damals hatte sich gezeigt, dass eine Vielzahl der jungen Musiker in ihren Vereinen unterfordert waren und über eine gute Qualifikation verfügten. So entstand seinerzeit das LJK als Forum für die besten ihren Genres. Mit ihren ersten Konzerten, neuer Spielliteratur und einem deutlich erweiterten Instrumetarium gegenüber dem klassischen Spielmannszug konnten sich die Zuhörer schnell überzeugen, dass diese Jugendkonzerte weit entfernt waren von der früher sogenannten "Knüppelmusik". Positive Impulse gab's aus vielen Spielgemeinschaften, man veränderte die Besetzung und tendierte mehr und mehr zur modernen Musik. Der Boom hielt genau bis 1998 an, dann fehlte es wie in vielen Vereinen auch am Nachwuchs und im Jahr 2004 war das LJK dann auf knapp 30 Mitglieder geschrumpft. Hier kam Daniela Paulsen ins Spiel, die in Fachkreisen und Seminaren auch liebevoll die Landesmusikgöttin genannt wird, wie der stellvertretende Bundesmusikdirektor Holger Wallmann verriet. Sie schaffte es in wenigen Monaten viele junge Musiker zu motivieren, stellte das Orchester von der traditionellen Spilmannszugstimmung Ces und Fes auf eine andere Besetzung um, so dass es statt der Alt- und Tenorflöten nun Piccoloflöten und Konzertflöten gibt. Auch finden sich im OPrchester Marimbaphone, Vibraphon, Schlagzeug, Röhrenglocken oder Pauken. Die veränderte Besetzung erntet viel Zuspruch, intensive Proben folgten, moderne Stücke wie "Theme from Caravans" von Mike Batt, das "Lummerlandlied" von Jim Knopf, "An irish Party" aus dem Film "Titanic" oder "Moskau" von Ralph Siegel motivierten zusätzlich.
"Dies ist für mich ein ganz großer Tag", erklärte Dirigentin Daniela Paulsen glücklich und überaus zufriedenmit ihren Schützlingen.
Die nächste Herausforderung steht den jungen Musikern dann auch schon ins Haus: Sie werden Schleswig-Holstein beim Bundesmusikwettbewerb in Trossingen (Baden-Württemberg) vertreten. Wer sich informieren möchte, wird fündig unter ljk.mvsh.de.